Krankmeldung per E-Mail: Geht das?

Oft passiert es ohne Vorwarnung: Der Beginn einer Grippe, das Einsetzen von Migräne oder ein Sturz von der Treppe – und plötzlich sind Sie nicht mehr in der Lage, am Arbeitsplatz zu erscheinen. Jetzt gilt es, den Arbeitgeber schnellstmöglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit zu informieren, damit er sich auf Ihre Abwesenheit einstellen und gegebenenfalls eine Vertretung organisieren kann. Grundsätzlich ist das auch per E-Mail möglich – wir klären, was es dabei zu beachten gibt.

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Krankmeldung per E-Mail: Das Wichtigste im Überblick

Ist eine Krankmeldung per E-Mail oder WhatsApp zulässig?

Grundsätzlich ist eine Krankmeldung per E-Mail, Anruf, SMS, WhatsApp oder Fax möglich – am besten sprechen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber ab, welche Art der Benachrichtigung er in einem solchen Fall bevorzugt. Wichtig ist in erster Linie, dass Ihr Arbeitgeber unverzüglich über Ihren Zustand informiert wird. Bei einer Krankmeldung per E-Mail müssen Sie sich demnach sicher sein, dass diese auch wirklich gelesen und von den zuständigen Personen rechtzeitig zur Kenntnis genommen wird. Davon können Sie zwar ausgehen, wenn die E-Mail ein gängiges Kommunikationsmittel in Ihrem Unternehmen ist – die Gewissheit, dass die Krankmeldung Ihren Arbeitgeber auch wirklich erreicht, haben Sie allerdings eher bei einem persönlichen Gespräch am Telefon. Falls Sie unsicher sind, ob Ihre E-Mail auch wirklich sofort gelesen wird, rufen Sie deshalb besser Ihren Arbeitgeber an. Sonst kann es im schlimmsten Fall sein, dass der Arbeitgeber Ihre Krankmeldung nicht rechtzeitig zur Kenntnis nimmt und Ihre Abwesenheit als unentschuldigtes Fehlen oder Arbeitsverweigerung deutet – und Sie dementsprechende Konsequenzen zu tragen haben.

Welche Informationen muss meine E-Mail bei einer Krankmeldung enthalten?

Ihre Krankmeldung soll es dem Arbeitgeber ermöglichen, sich darauf einzustellen, dass Sie über eine bestimmte Zeit hinweg nicht zur Verfügung stehen. Damit er dementsprechend erforderliche organisatorische Maßnahmen treffen kann, gehört zu einer Krankmeldung auch die Angabe, wie lange Ihre Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich andauern wird.

Sie sind nicht dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber die Art Ihrer Erkrankung mitzuteilen. Auch auf einer ärztlichen Bescheinigung ist die Diagnose nicht angegeben. Allerdings kann eine Angabe der Krankheit in einigen Fällen sinnvoll sein und verhindern, dass beim Arbeitgeber der Verdacht auf Simulation aufkommt. Die Entscheidung darüber, ob Sie genauere Informationen über Ihre Krankheit offenlegen wollen, liegt hier aber voll und ganz bei Ihnen.

Wie gehe ich vor, nachdem ich mich per E-Mail arbeitsunfähig gemeldet habe?

Unabhängig davon, ob Sie sich per E-Mail oder am Telefon krankgemeldet haben, gilt: Wenn Ihre Krankheit andauert, müssen Sie beim Arbeitgeber eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen – und zwar spätestens am ersten Werktag nach Ablauf von 3 Kalendertagen (gesetzliche Frist für Krankmeldung). Manche Arbeitgeber fordern diese auch bereits am ersten Tag der Erkrankung. Ob für Sie als Arbeitnehmer die gesetzliche oder eine vom Arbeitgeber kürzer festgelegte Frist gilt, können Sie Ihrem Arbeitsvertrag entnehmen.

Ärztliches Attest nicht (nur) als E-Mail-Anhang verschicken!

Für viele Arbeitnehmer ist es angenehm, wenn ihnen die AU-Bescheinigung bereits vor Ende der Frist als E-Mail-Anhang oder Fax geschickt wird. Doch Vorsicht: Es ist dringend notwendig, dass dem Arbeitgeber die ärztliche Bescheinigung auch als Original vorliegt! Sie kann persönlich eingereicht oder per Post geschickt werden. Die Bescheinigung einzig und allein als Kopie, Foto oder Scan zu senden, reicht dagegen nicht aus.

Krankmeldung per E-Mail: Anwaltshotline & Online Rechtsberatung

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