FTI-Insolvenz: Die wichtigsten Informationen für Reisende

Telefonische Rechtsberatung für Kunden der KS/AUXILIA

Stand: 17.06.2024 08:37 Uhr

FAQ zur Insolvenz der FTI Touristik GmbH: Was Reisende jetzt wissen müssen

Am Montag, den 3. Juni 2024 hat die FTI Touristik GmbH, Europas drittgrößter Reisekonzern, Insolvenz angemeldet und für viele Reisende platzt damit der Traum vom Sommerurlaub. Was müssen Reisende beachten, die ihren Urlaub noch nicht angetreten haben? Wie geht es für Urlauber:innen weiter, die bereits mit FTI unterwegs sind? Das folgende FAQ klärt die wichtigsten Fragen zur Lage.


Wo finden FTI-Kunden Informationen?

FTI hat eine Hotline für Betroffene der Insolvenz eingerichtet: +49 (0)89 710 45 14 98. Außerdem hat die FTI-Touristik GmbH eine Support-Website mit Informationen für Reisende bereitgestellt.

 

Welche Anbieter und Reisemarken der FTI sind betroffen?

Die Insolvenz betrifft alle bei FTI Touristik GmbH gebuchten Leistungen. Dazu zählen folgende Marken:

  • FTI in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
  • 5vorFlug in Deutschland
  • BigXtra GmbH
  • die Mietfahrzeug-Marken DriveFTI und Cars and Camper

Reisende konnten die betroffenen Leistungen auf folgenden Wegen buchen:

  • in Reisebüros
  • auf Online-Buchungsplattformen wie Sonnenklar.tv, Check24, Ab-In-den-Urlaub, HolidayCheck etc.
  • auf den FTI-Buchungsplattformen fti.de, fti.at, fti.ch, fti.nl, 5vorflug.de, drive.de etc.

Nicht betroffen sind bei Drittanbietern (wie z.B. TUI, Alltours, DERTOUR, vtours) gebuchte Leistungen, bei denen die FTI Touristik GmbH lediglich als Vermittler aufgetreten ist.

Von der Insolvenz auch nicht betroffen sind über die Online-Buchungsportale (fti.de, fti.at, fti.ch, 5vorflug.de, oder www.sonnenklar.tv) gebuchte Reisen, die kein Angebot der oben genannten, von der Insolvenz betroffenen Marken waren.

 

Wie geht es für Pauschalreisende weiter, die bereits mit FTI unterwegs sind?

Pauschalreisen, also eine Kombination aus Hotelübernachtungen und Flug (ggf. auch weiteren Leistungen), sind durch den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) abgesichert. Der FTI-Konzern arbeitet derzeit an Lösungen, damit Reisende ihren bereits angetretenen Urlaub möglichst wie vorgesehen abschließen können. Der Fonds soll verhindern, dass Urlauber und Urlauberinnen ihre Hotels verlassen müssen oder auf Flughäfen festsitzen. Auch das Auswärtige Amt ist involviert und unterstützt Pauschalreisende, die sich am Urlaubsort aufhalten. Reisende können sich über die Hotline +49 89 710 45 14 98 informieren.

Auch Reisende, die aufgefordert werden, ihr Hotel zu verlassen, oder deren Transfers ausbleiben, sollen sich an das Callcenter der FTI unter +49 89 710 45 14 98 wenden.

Sofern notwendig, sollen Betroffene der Insolvenz vom Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) oder einem von dort beauftragten Unternehmen zurückgeholt werden.

FTI stellt Reisenden eine Kostenübernahmeerklärung des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) auf ihrer FAQ-Seite zum Download bereit, die in verschiedenen Sprachen verfügbar ist. Diese Deckungszusage gilt für Beherbergungsleistungen im Rahmen von Pauschalreisen mit der FTI Touristik GmbH und BigXtra Touristik GmbH zwischen dem 03.06.2024 bis 30.06.2024 und kann an Hotels im Urlaubsland weitergegeben werden: https://www.fti-group.com/de/insolvenz

Die Deckungszusage soll verhindern, dass Hoteliers ihre Gäste vor die Tür setzen oder versuchen, Leistungen für Übernachtungen direkt von Reisenden einzutreiben.

 

Was ist mit gebuchten Pauschalreisen, die noch nicht angetreten wurden?

Alle über die Veranstalter FTI, 5vorFlug oder BigXtra gebuchten Pauschalreisen, mit Abflugdatum von Freitag, 07.06.2024 bis einschließlich Freitag, 05.07.2024, die noch nicht angetreten wurden, wurden bereits storniert. Auch ab dem 6.07.2024 musste FTI inzwischen alle Pauschalreisen und bestimmte Einzelleistungen absagen (zur Pressemeldung). Über FTI Voyages S.A.S gebuchte Reisen können auf eigenen Wunsch bis zum 31. Juli 2024 kostenlos storniert werden.

Allerdings greift der Absicherungsschutz durch den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF), der bereits geleistete Zahlungen erstattet. Der DRSF wird sich mit betroffenen Verbraucher:innen in Verbindung setzen, sobald der Reiseanbieter die erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt hat.

 

Was müssen Reisende beachten, die touristische Einzelleistungen über FTI gebucht haben?

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) gilt ausschließlich für Pauschalreisen. Reine Hotelbuchungen oder andere Einzelleistungen wie Flüge, Mietwagen oder Ausflüge, die über FTI oder 5vorFlug gebucht wurden, sind nicht durch den Fonds geschützt. Reisende können allerdings versuchen, geleistete Zahlungen über die Insolvenztabelle zurückzufordern. 

Zunächst sollten sich Reisende allerdings mit dem jeweiligen Veranstalter in Verbindung setzen und abklären, ob die Leistungen noch durchführbar sind.

Einzelleistungen, die über andere Reiseanbieter gebucht wurden, sind nicht von der Insolvenz betroffen.

 

Kann man Reisen umbuchen?

Wenn Reisen aufgrund der Insolvenz von FTI abgesagt wurden, besteht keine Möglichkeit der Umbuchung. Reisende haben nur die Möglichkeit, bei anderen Reiseveranstaltern neu zu buchen und sich die bereits geleisteten Zahlungen für die ausgefallene Reise über den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF) erstatten lassen.

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