Telefonverkauf

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Telefonverkauf: Infos und Rechtsberatung

Werden Waren und/oder Dienstleistungen über das Telefon verkauft oder angeboten, so spricht man von einem Telefonverkauf. Hierzu ist zunächst jedoch zu bemerken, dass unerbetene Telefonwerbung in Deutschland seit August 2009 gemäß § 7 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) untersagt ist. Belästigung durch Telefonwerbung kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Die Unzulässigkeit führt aber nicht dazu, dass ein gleichwohl per Telefonat abgeschlossener Vertrag unwirksam ist. 

Im Falle eines Telefonverkaufes liegt zumeist ein Fernabsatzvertrag vor. Dies ist der Fall, wenn ein Vertrag zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer am Telefon abgeschlossen wird und dieser Vertriebsweg auch so vorgesehen ist.

Bei Fernabsatzverträgen steht dem Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu. Davon gibt es jedoch auch Ausnahmen. Der Unternehmer muss bestimmte Belehrungspflichten hinsichtlich des Widerrufsrechtes einhalten. Anderenfalls ist der Widerruf unbefristet möglich. Nach ordnungsgemäßer Belehrung muss der Widerruf innerhalb von 14 Tagen ausgeübt werden - Schriftform ist empfehlenswert. Bei Fernabsatzverträgen beginnt die Frist zudem erst mit Erhalt der Ware.

Bei Fragen zum Telefonverkauf helfen Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der DAHAG/-innen am Telefon oder per E-Mail gerne weiter.

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