Teilungsversteigerung

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Teilungsversteigerung: Infos und Rechtsberatung

Die Teilungsversteigerung (§ 180 ZVG) ist ein Teil des Zwangsvollstreckungsverfahrens.

Ein Fall der Teilungsversteigerung ist im Erbrecht angesiedelt. Die Teilungsversteigerung von Grundstücken dient dazu, die für die Begleichung der Nachlassverbindlichkeiten erforderlichen Barmittel zu beschaffen sowie einen in wertgleiche Teile spaltbaren Nachlassbestand zu erhalten. Sie kann von jedem der Miterben jederzeit verlangt werden. Zur Versteigerung bedarf es nicht der Zustimmung der übrigen Miterben.

Das Verfahren selbst lässt sich in folgende Schritte untergliedern: Antrag auf Versteigerung; Anordnungsbeschluss, der den übrigen Beteiligten zuzustellen ist; Wertfestsetzung nach vorangegangener Einschätzung durch Wertgutachten; Festsetzung eines Versteigerungstermins und anschließende Bekanntgabe desselben; Durchführung der Versteigerung.

Der andere Fall ist die Auflösung einer Grundstücksgemeinschaft (Eheleute). Sind der Unterhaltsberechtigte und der Unterhaltspflichtige Miteigentümer eines Hausgrundstücks, blockieren sie sich häufig gegenseitig bei der Verwertung. Denn ein Ehegatte kann die Zustimmung zur Teilungsversteigerung so lange verweigern, bis das Scheidungsverfahren und ein Verfahren auf Zugewinnausgleich abgeschlossen sind (§ 753 BGB). Die Wirtschaftlichkeit ist am ehesten durch Verwertung im Weg der Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft gewährleistet. Denn bei einem Verkauf oder einer Beleihung des Miteigentumsanteils ist erfahrungsgemäß nur ein geringerer Erlös zu erwarten.

Einer Teilungsversteigerung nach § 180 ZVG können allerdings nicht unerhebliche rechtliche Hindernisse entgegenstehen. So bedarf schon der Antrag gemäß § 1365 BGB der Zustimmung des anderen Ehegatten.

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