Fundrecht

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Fundrecht: Rechte und Pflichten von Finder und Verlierer

Das Fundrecht ist Teil des Sachenrechtes. Es ist in den §§ 965 bis 984 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt und beschreibt das Rechtsverhältnis zwischen dem Verlierer einer Sache und dem Finder derselben.

Pflichten des Finders

Der Finder ist dazu verpflichtet, den Fund dem Verlierer (Empfangsberechtigten) anzuzeigen. Kennt er diesen nicht, hat er bei einem Wert von mehr als 10,00 € den Fund bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Er ist weiter verpflichtet, die Fundsache dem Empfangsberechtigten abzuliefern. Kennt er ihn nicht, kann er die Sache entweder der zuständigen Behörde abliefern oder sie verwahren.

Pflichten des Verlierers/Empfangsberechtigten

Der Empfangsberechtigte schuldet dem Finder Ersatz seiner Aufwendungen und den Finderlohn. Dieser beträgt von dem Wert der Sache bis zu 500,00 € 5 %, von dem Mehrwert 3 %, bei Tieren 3 %.

Mit Ablauf von sechs Monaten nach Anzeige bei der zuständigen Behörde erwirbt der Finder Eigentum an der Sache, wenn ihm bis dahin weder der Empfangsberechtigte bekannt geworden ist noch sich dieser bei der Behörde gemeldet hat. Allerdings muss der Finder noch drei Jahre lang das Erlangte nach den Regeln über die ungerechtfertigte Bereicherung herausgeben.

Fundrecht: Beratung durch einen Anwalt

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