Erlösauskehr

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Erlösauskehr - Infos und Rechtsberatung

Erlösauskehr ist die Herausgabe von Geld oder Gegenständen aus einem Auftragsverhältnis nach Abzug der durch den Auftrag entstandenen Kosten.

Die gesetzliche Grundlage findet sich in §§ 667, 670 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Der Auftraggeber beauftragt den Auftragnehmer, von einem Dritten Gelder oder Gegenstände einzuziehen. Der Auftragnehmer zieht von der Forderung die durch seine Tätigkeit entstandenen Kosten ab und zahlt den Restbetrag = Erlös an den Auftraggeber aus. Wenn z.B. der Sohn im Auftrag seines Vaters dessen Auto verkauft und den erhaltenen Kaufpreis an seinen Vater aushändigt, hat er den Erlös des Verkaufsgeschäftes ausgekehrt. Wenn der Rechtsanwalt mit der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen z.B. aus einem Verkehrsunfall beauftragt wird, vom Unfallgegner ein Schadensersatzbetrag auf das Konto des Anwaltes gezahlt wird und dieser den eingegangenen Geldbetrag nach Abzug seiner Auslagen und Vergütung an den Mandanten weiterleitet, hat er den Schadensersatzbetrag an seinen Mandanten ausgekehrt.

Falls Sie Fragen oder Probleme im Zusammenhang mit der Erlösauskehr haben, lassen Sie sich anwaltlich beraten. Die Anwaltshotline nennt Ihnen gern einen erfahrenen und kompetenten Anwalt in Ihrer Nähe.

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