angemessener Wohnraum

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

angemessener Wohnraum - Infos und Rechtsberatung

Was im Rahmen des Bezuges von Arbeitslosengeld II als "angemessener Wohnraum" (Kosten der Unterkunft nach § 22 SGB 2) angesehen wird ist örtlich unterschiedlich. Die Kommunen haben in der Regel eine Richtlinie erlassen, welche Wohnraumgröße bzw. Kosten sie für ALG II-Empfänger für angemessen erachtet. In begründeten Einzelfällen kann davon abgewichen werden.

Grundsätzlich hängt die Angemessenheit von zwei Faktoren ab: der Größe der Wohnung und der Grundmiete inklusive Betriebskosten (ohne Heizung und Warmwasser). Richtwert für die Größe der Wohnung ist für eine Person 45 qm und für jede weitere 15 qm. Die erlaubten Kosten der Wohnung unterscheiden sich von Kommune zu Kommune erheblich, was auch sinnvoll ist, beispielsweise dürfen die Kosten der Unterkunft in München erheblich höher sein als auf dem Land in Vorpommern. Die Nebenkosten der Wohnung erstattet die ARGE nur teilweise, so muss der Leistungsempfänger Strom selbst zahlen, die Heizosten werden nur soweit erstattet, wie sie für angemessen gehalten werden. Seit der Reform 2011 gibt es allerdings einen Zuschlag für warmes Wasser, den es vorher nicht gab.

Im einzelnen sind die konkreten Fragen zur Kosten der Unterkunft bei ALG II kompliziert und sollten durch einen erfahren Rechtsanwalt der deutschen Anwaltshotline beurteilt werden.

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