Vorausvermächtnis

Autor:  Redaktion DAHAG Rechtsservices AG.

Vorausvermächtnis - Infos und Rechtsberatung

Die zentrale Regelung zum Vorausvermächtnis findet sich in § 2150 BGB Bürgerliches Gesetzbuch): "Das einem Erben zugewendete Vermächtnis (Vorausvermächtnis) gilt als Vermächtnis auch insoweit, als der Erbe selbst beschwert ist".

Das Vorausvermächtnis ist rechtlich selbständig und unabhängig von der Erbenstellung. Diese auf den ersten Blick nicht einfach nachvollziehbare Bestimmung besagt, dass der Erbe vorab und vor der Auseinandersetzung zwischen den ürigen Erben ein Vermächtinis erhält, das er sich nicht auf seinen Erbteil anrechnen lassen muss. Im übrigen gelten dann im Prinzip alle weiteren, das Vermächtnis betreffenden Regeln. Der Anspruch auf das Vermächtnis richtet sich gegen alle Erben, auch gegen den Vorausvermächtnisnehmer als Erben selbst. Diese Regelung kann komplizierte erbrechtliche Probleme nach sich ziehen. Wichtig ist vor allem die Abgrenzung zu Teilungsanordnungen. Oftmals muss ein Testament erst dem wirklichen Willen des Erblassers entsprechend ausgelegt werden.

Fragen zum Vorausvermächtnis beantworten Ihnen gern die im Erbrecht tätigen Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline.

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