SEO für Kanzleien: Wie Sie Ihre Website ganz oben bei Google platzieren

Wer früher nach einem passenden Anwalt oder einer passenden Anwältin gesucht hat, schlug im Telefonbuch nach. Das Telefon- oder Branchenbuch wurde allerdings schon vor Jahren abgelöst. Heute suchen potenzielle Mandant*innen im Internet und benutzen dafür eine Suchmaschine – allen voran Google. Die Suche nach „Anwalt Arbeitsrecht München“ spuckt allerdings 500.000 Ergebnisse aus. Wie also finden die Mandant*innen gerade Sie? Hier kommt Suchmaschinenoptimierung (SEO – Search Engine Optimization) ins Spiel.

Was ist SEO und wieso brauche ich das für meine Kanzleiwebsite?

Sie stellen Ihre Kanzleiwebsite online und warten darauf, dass Mandant*innen über Ihre Website zu Ihnen finden. So einfach das klingt, so wenig wird das ohne SEO funktionieren. Denn Ihre Kanzleiwebsite ist eine unter tausenden. Und suchen potenzielle Mandant*innen online nach einem Anwalt, schlägt die Suchmaschine ihnen tausende verschiedene Kanzleien vor. Zwar ist ihre vermutlich dabei, doch kommt es auf das Ranking an. (Oder haben Sie sich schon einmal bei Google bis zur zehnten Seite durchgeklickt?)

Knapp 60 Prozent aller Suchmaschinennutzer*innen klicken in den sogenannten SERPS (Search Engine Result Pages) auf eines der ersten drei Ergebnisse, die auf der allerersten Seite an den obersteten Positionen stehen. Auf die unteren Positionen der ersten Seite fallen jeweils nur noch etwa 2 Prozent der Klicks. Nur 5 Prozent aller Nutzer*innen klicken überhaupt noch auf die zweite Seite der Ergebnisse. Sie können sich also denken, wie viele potenzielle Mandant*innen Ihre Website noch finden, wenn diese noch weiter hinten angezeigt wird – sie ist quasi unsichtbar.

Ihr Ziel muss es also sein, sichtbar zu werden und mit Ihrer Website eine der ersten Positionen des sogenannten Google Rankings einzunehmen. Und dabei hilft Ihnen die Suchmaschinenoptimierung.

Exkurs: Was ist der Unterschied zwischen SEO, SEA und SEM?

SEO ist eine Teildisziplin des Suchmaschinenmarketings (SEM). Eine weitere Teildisziplin des SEM ist die Suchmaschinenwerbung (SEA). Während Sie bei SEA dafür bezahlen, dass Ihre Website in den oberen Suchergebnissen angezeigt und auch geklickt wird, sorgt gutes SEO für kostenlose, sogenannte organische Klicks und dafür, dass genau die Mandant*innen Ihre Website finden, die Sie auch ansprechen möchten

Wie funktioniert SEO?

Suchmaschinenoptimierung funktioniert aber nur, wenn Sie wissen, was Ihre Mandant*innen suchen. Die Suchanfrage spielt nämlich eine ebenso große Rolle wie Ihre Seite.

Mandant*innen geben beispielsweise Suchanfragen ein, wie:

  • Anwalt Berlin Charlottenburg
  • Anwalt Arbeitsrecht Berlin
  • Anwalt Berlin Mangel am Gebrauchtwagen
  • Anwalt Berlin Sorgerecht fürs Kind
  • Anwalt gegen Jobcenter vorgehen Berlin

Seltener hingegen sind sehr allgemeine Suchanfragen, wie beispielsweise „Anwalt“, „Anwalt Berlin“ oder auch „Anwalt Arbeitsrecht“. Und nur die allerwenigsten Suchmaschinennutzer suchen nach dem exakten Kanzleinamen, dieser ist den meisten ja nicht bekannt und kann nur von solchen gesucht werden, die Sie sowieso schon kennen.

Viele potenzielle Mandant*innen können ihr Rechtsproblem auch nicht dem passenden Fachgebiet zuordnen und googlen daher nach ihrem expliziten Problem, wie eben „Mangel am Gebrauchtwagen Schadensersatz“ oder „Aufhebungsvertrag unterschreiben Sperrfrist beim Arbeitsamt?“.

Sie müssen also zuerst herausfinden, wonach Ihre potenziellen Mandant*innen suchen (könnten) und dann der Suchmaschine zu verstehen geben, dass Sie genau das bieten. Dafür müssen Sie verstehen, wie eine Suchmaschine arbeitet.

Suchmaschinen wie Google scannen ununterbrochen das Internet mit sogenannten Robots und Crawlern. Das sind kleine Programme, die Websites erkennen, lesen, auswerten und schließlich bewerten. Anhand der Daten, die diese Programme generieren, wird dann die Positionierung der Ergebnisse für eine Onlinesuche, das sogenannte Ranking berechnet.

Je besser also die Daten auf Ihrer Website zu der Suche der Mandant*innen passen, desto besser beziehungsweise weiter oben rankt die Suchmaschine Ihre Seite.

Wie optimiere ich meine Website für Suchmaschinen?

Suchmaschinenoptimierung beschreibt sämtliche Maßnahmen, die darauf abzielen, Websites für Suchmaschinen zu optimieren. Die eine Suchmaschinenoptimierung, die zu dem gewünschten Erfolg führt, gibt es allerdings nicht – SEO hat viele Gesichter.

Sie sollten allerdings erstmal mit der sogenannten Onpage-Optimierung beginnen. Darunter fallen alle Maßnahmen, die Sie auf Ihrer eigenen Website umsetzen.

Da spielen mit hinein:

  • Die wichtigsten Infos: Ihre Website muss die wichtigsten Infos enthalten, am besten schon in der allerersten Überschrift, der sogenannten H1.
  • Content: Ihre Website sollte mit hochwertigen Inhalten bestückt sein, sogenanntem Content. Das können Texte sein, Bilder, Videos oder Tabellen.
  • Keywords: Kommen die wichtigsten Keywords auf Ihrer Website vor? Keywords sind die Begriffe, nach denen potenzielle Mandant*innen suchen.
  • Aktualität: Ihre Website und deren Inhalte sollten stets aktuell gehalten werden.
  • Lokal SEO: Google und den User*innen sollte klar sein, wo genau Sie als Anwalt wirken, damit Sie auch von potenziellen Mandant*innen aus Ihrer Stadt gefunden werden.

 

Das waren zu viele Fachbegriffe? Am besten reden Sie mit der Person, die Ihre Kanzleiwebsite betreut.

Praxistipp: Was kann ich jetzt sofort tun?

Etwas, dass Sie ganz ohne technisches Wissen sofort tun können, ist Ihre H1 zu prüfen. Die H1 ist Ihre Hauptüberschrift. Das erste also, was sowohl die Suchmaschine, als auch Besucher*innen Ihrer Website sehen. Besteht Ihre H1 lediglich aus dem Kanzleinamen, ist hier dringender Optimierungsbedarf gegeben. Stattdessen sollten in der Hauptheadline die wichtigsten Infos zusammengefasst sein.

Beispiel: Aus Kanzlei Müller könnte werden: Kanzlei Müller: Ihr Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin Charlottenburg
 

 

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